Preisträger „Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013

Wohngebäude Goethestraße 69/71, Darmstadt

Darmstadt

Wohngebäude Goethestraße 69/71, Darmstadt

Darmstadt
Projekt
Wohngebäude Goethestraße 69/71
Architekt
Gordan Dubokovic Architekt BDA & Lothar Greulich Architekt BDA, Mühltal
Bauherr
bauverein AG, Darmstadt

Das Gebäude mit 46 Wohneinheiten ist Bestandteil eines neuen Wohnquartiers in Innenstadtnähe und liegt direkt an einer stark befahrenen Straße. Die Konzeption des Gebäudes sieht hierzu vor, dass die Bewohner sich geschützt fühlen und gleichzeitig die Ost-West ausgerichteten Wohnungen optimal und großzügig belichtet werden. In der verschachtelten Gebäudestruktur finden sich sowohl nach Osten und Westen orientierte Maisonettewohnungen sowie nach Osten ausgerichtete Geschosswohnungen – hierdurch erhält jede Wohnung eine ruhige Hofseite. Das Wohnungsangebot reicht von kleinen Appartements bis zu großzügigen Maisonetten und Lofts. Die spielerische Anordnung der großen Fensteröffnungen in der sandfarbenen Putz-Fassade erzeugt ein spannungsreiches Fassadenbild. Kupferfarbene Falt-Schiebe-Elementen als Sicht- und Sonnenschutz gewährleisten individuelle Sicht- und Lichtschutzmöglichkeiten für die Nutzer und verleihen den Räumen dahinter ein atmosphärisches Licht- und Schattenspiel. Das Wohngebäude erhält hierdurch innen und außen einen individuellen Charakter.

www.dubokovic.de

Beteiligte Fachplaner

  • Büro Ute Wittich, Frankfurt am Main (Freiflächenplanung)
  • Julia Philipps, Mühltal (künstlerische Farbgestaltung)
  • Fährmann.Jack.Pieler, Seeheim-Jugenheim (Statik)
Thomas Eicken, Mühltal
Thomas Eicken, Mühltal
Thomas Eicken, Mühltal
Thomas Eicken, Mühltal
Thomas Eicken, Mühltal
Thomas Eicken, Mühltal

Preisträger

„Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013 – Joseph-Maria-Olbrich-Plakette

Juryurteil

Der langgestreckte Baukörper entwickelt sich entlang des stark befahrenen Donnersbergrings. Die Fassadengliederung überzeugt durch die freie Anordnung der Fenster und dem Spiel, welches sich aus offenen und geschlossenen Fensterläden ergibt. Durch den Einsatz der Klappläden gelingt es trotz der schwierigen städtebaulichen Situation Intimität für die Wohnungen und zugleich Identität am Ort zu schaffen. Innerhalb der engen finanziellen Vorgaben des Wohnungsbaus gelingt es dem Verfasser und dem Bauherrn zudem, mit unterschiedlichsten Wohnungstypen ein vielfältiges Angebot zu schaffen. Die Jury ist der Meinung, dass sich mit einem Projekt wie diesem der Wohnungsbau neu erfindet.